Albsteig – Etappe 12 – Von Jungingen nach Willmandingen

Fotoalbum Etappe 12

Also –  los geht’s –  frisch geduscht, kein bisschen ausgeruht aber den Durst gestillt (ein wenig enttäuscht) … So ist der aktuelle Zustand, beginnen wir aber von vorne. Die aufgehende Sonne verabschiedete mich strahlend in Jungingen zu einem weiteren schönen Etappen-Tag (zumindest was das Wetter anging).

 mit frischer Energie machte ich mich auf meine 25kmTour. Eigentlich nur 18km lang, aber durch Verschiebungen in der Planung musste ich heute was dranhängen, denn auf der Strecke ist eine der Unterkünfte ausgebucht – das muss ich organisatorisch auffangen. Zunächst gings die gewohnten 300Hm hinauf auf die Alb, vorbei am einzigen Highlight – vermeintlich der letzte Blick auf Hohenzollern – aber weit gefehlt – viele Kilometer später konnte man die Burg immer noch sehen!

weiter ging es durch den Wald – ein Albtraufpfad wie aus dem Bilderbuch! Ca 10m unterhalb der Ambiente schlängelt sich der Pfad an der Silhouette des Berges entlang. das bringt km obwohl man gar nicht so richtig vorwärts kommt. Der sonnendurchflutete, aber schattige Wald machten die Tour sehr angenehm. Das wäre sogar bei mehr als 30Grad machbar (die Klimaanlage im Wald funktioniert perfekt!).

So ging es tatsächlich zweistellige Kilometer weit, nur unterbrochen wenn der Trauf keine andere Möglichkeit zulies.

Immer wieder musste ich heute die Tour unterbrechen, um aus den Schuhen zu kommen. Eine gewisse Belastung lässt sich nach den bisherigen Etappen nicht leugnen :-). Insgesamt war aber alles OK, auch die Mittagspause mit Nektarine und Wasser war noch im gefühlten Wohlbefinden. Weiter gings danach zum ersten geschichtlichen Highlight. Der 3-Fürstenstein. An einem seit 1663 sitzenden dreieckigen Grenzstein treffen die Furstentümer Hohenzollern, Fürstenberg und Württemberg zusammen.

Dieser Platz ist sicher historisch, bietet aber dem Wanderer auf einer InfoTafel nicht nur fehlende Punkte zum schwarzen Gürtel in Geschichte, sondern liefert auch einen gigantischen Ausblick – u.a. Bis in den Schwarzwald

Kurz verschnauft – die Schuhe neu gerichtet ging es weiter. Nach wie vor änderte der Weg nichts von seiner Qualität und Schönheit. anspruchsvoll war maximal die nötige gebotene Vorsicht mit der man sich auf solchen Wegen bewegen sollte. Stolpern und Fallen könnten hier in der falschen Richtung fatale Folgen haben. Es geht sehr weit in die Tiefe, meist nur knapp entfernt vom Pfad und dazu extrem steil. Sowas überlebt maximal der Rucksack.

Das nächste der wenigen heutigen optischen Leckerbissen war der ausgewiesene „Bergrutsch“. Der Hang ab dem Trauf ist nach extremen Regenfällen komplett in die Tiefe gerutscht. Schilder warnen vor der Kante (unterhöhlt) aber wer Fotos braucht muss halt näher ran. Die ausführliche Doku dazu ist auf einer Schautafel festgehalten (Fotoalbum). auf dem Bild geht’s mehrere 100m nach unten … Guten Rutsch wer hier den Halt verliert.

Das war dann eigentlich schon der Trauf und seine Sehenswürdigkeiten von heute…  Der Abstieg: lang in Serpentinen – nach dem Wald sofort wieder Pause für die Beine. Heute war irgendwie nicht mein Tag. Dem Schmetterling gefiels auf meinem Zeh…

Nach weiteren 2km konnte ich nochmals einen Blick auf den Bergrutsch machen … Leider kann ich das mit der Handy Kamera nicht besser zoomen (es ist die helle Fläche die im Wald fehlt) – aber vielleicht kann man sich das irgendwie vorstellen. Auf jeden Fall ist damals niemand und nichts zu Schaden gekommen.

 Ab hier ist der Rest schnell erzählt. Nach Talheim war es nicht mehr weit, die zusätzliche Reststrecke  nach Willmandingen hab ich wegen der heutigen körperlichen Probleme weggelassen und die Weichei Variante gewählt (ein freundlicher Autofahrer hat mich mitgenommen bis fast an die heutige Unterkunft). Inzwischen habe ich mich schlau gelesen wie man mit offenen Blasen umgeht … warten wir auf morgen ! Bis dahin komme ich ganz gut klar im Landhotel und wünsche allen Mitlesern einen schönen Abend …

Achja – zur Statistik:

Billige 20km bei 400Hm … Für meine bisherigen Tage eigentlich die „einfache“ Tour. Wie man sich täuschen kann 😉

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